Der Fachtag mit über 70 Teilnehmenden in Münster diente dazu, den wertvollen Austausch zu fördern und das gegenseitige Verständnis sowie die Zusammenarbeit zwischen den nichtstaatlichen Beratungsstellen und den zuständigen Ausländerbehörden der Kommunen nachhaltig zu stärken.
Im Mittelpunkt des Tages standen die Vorteile einer selbst organisierten Ausreise und die Frage, wie durch eine partnerschaftliche Kooperation auf Augenhöhe zwischen Beratungsstellen und Behörden Ausreisen in Sicherheit und Würde erfolgreich umgesetzt werden können. Neben einem allgemeinen Überblick über die Beratung zu selbst organisierten Ausreisen in NRW wurden weitere Unterstützungsmöglichkeiten für Geflüchtete, die ausreisen wollen oder müssen vorgestellt.
NRW-Staatssekretär Lorenz Bahr (Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen) nutzte den Fachtag in Münster, um auf die Relevanz einer geplanten, sicheren und würdevollen Rückkehr hinzuweisen. Er lobte die engagierte Arbeit der Träger der Freien Wohlfahrtspflege in NRW und verwies auf die Notwendigkeiten, Geflüchteten eine Unterstützung anzubieten und damit auch gesellschaftlichen Konflikten vorzubeugen. Neben den Bereichen Verfahrensberatung, dezentrale Beschwerdestellen, psychosoziale Erstberatung sowie Verfahrensberatung für unbegleitete minderjährige Geflüchtete, psychosoziale Zentren oder regionale Flüchtlingsarbeit seien die Perspektivberatung in den Kommunen ein wichtiger Baustein in der Begleitung von Geflüchteten in NRW.
Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung lag dabei auf erfolgreichen Praxisbeispielen, die dazu beitragen sollen, zukünftige und bestehende Kooperationsmodelle zwischen Behörden und Beratungsstellen nachhaltig zu unterstützen.
Zusätzlich zu den Beiträgen und Diskussionen im Plenum hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich während der Pausen im Foyer des Veranstaltungsortes mit den Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Förder- und Reintegrationsprogramme auszutauschen.