„Der erste Augenblick entscheidet?!

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kompetent aufnehmen und Qualität
fördern“

23.10.2015

Kinder und Jugendliche, die aus ihren Herkunftsländern ohne Begleitung nach Deutschland kommen, bedürfen des besonderen staatlichen Schutzes. Sie haben häufig Schrecklickes erlebt, sind oft traumatisiert und stark belastet.
Aufgrund internationaler Krisen und Konflikte wächst die Zahl der Flüchtlinge, auch der unbegleiteten Minderjährigen. Sowohl die öffentliche als auch die freie Jugendhilfe steht vor diesem Hintergrund vor großen Herausforderungen, diese Kinder und Jugendliche entsprechend der UN-Kinderrechtskonvention unterzubringen, zu versorgen und zu fördern. Dabei ist die Handreichung zum Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in NRW eine hilfreiche Grundlage.
Bislang konzentrierte sich die Aufnahme in NRW insbesondere in sechs Jugendamtsbezirken. Die geplante bundes- und auch landesweite Verteilung der jungen Flüchtlinge bedeutet, dass die Aufnahme und Förderung auch durch die Jugendämter erfolgen wird, die bisher über keine oder kaum Erfahrungen im Umgang mit dieser Zielgruppe verfügen. Die Freie Wohlfahrtspflege befürchtet, dass vor diesem Hintergrund strukturelle Disparitäten, unterschiedliche Standards und Vorgehensweisen auf dem Rücken junger Menschen ausgetragen werden, die fachliches Wissen, Zuverlässigkeit, Förderung, Beteiligung und Schutz brauchen.
Hier entscheidet der erste Augenblick!