„Tolle Ideen, aber woher kommt das Geld? Finanzierung altersgerechter Quartiersarbeit“

28.11.2016

„Tolle Ideen, aber woher kommt das Geld? Finanzierung altersgerechter Quartiersarbeit“
Unter  diesem  Titel veranstaltet  die Freie Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen am 05. Dezember  2016  ab  09.15 in der AWO-Begegnungsstätte in Gelsenkirchen, Grenzstraße 47 ein  Fachforum,  das  sich  mit  der Finanzierung  altersgerechter und nachhaltiger Quartiersarbeit beschäftigt.

Das Thema Quartier ist in aller Munde und sowohl wissenschaftlich als auch fachpolitisch „state of the art“. Auch die Landesregierung NRW forciert mit dem Landespflegerecht die Umsetzung des Quartiersansatzes. Aspekte wie  gesellschaftliche und soziale Teilhabe, Partizipation,  ein selbstbestimmtes Leben im gewohnten Umfeld sowie Versorgungssicherheit  bis  ins  hohe  Alter  auch  bei Pflege-  und Unterstützungsbedarf werden immer wieder diskutiert und als  wichtig für das Gelingen des demographischen Wandels  herausgestellt.  Dabei ist die konsequente Orientierung des  Denkens und Handelns am  Menschen und seinen Bedürfnissen Voraussetzung der Umsetzung von
Quartiersentwicklung. 

In einer älter werdenden Gesellschaft gewinnt die Ausgestaltung von Quartieren für die Unterstützung ihrer Bewohner*innen zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig  möchten sich ältere Menschen dort  auch engagieren.  Diese Entwicklung macht deutlich: Es benötigt ein gemeinsames Miteinander, ein gemeinsames Engagement mit und für Ältere. Die Umsetzung ist eine gesellschaftliche Aufgabe, die sich im Quartier mit den unterschiedlichen  Akteuren gestalten lässt. Denn erfolgreiche altersgerechte Quartiersentwicklung ist nur mit  den verschiedenen Akteuren – den Bürger*innen,  den Kommunen, der Politik, den Wohlfahrtverbänden – gemeinsam möglich.

Die Freie Wohlfahrtspflege NRW ist schon seit geraumer Zeit praktisch wie konzeptionell in der Quartierspolitik und -arbeit aktiv.
Sie  hat verschiedene Fachtagungen und Workshops durchgeführt,  Exkursionen in Quartiere anlässlich des  „Europäischen Jahres des aktiven Alterns und der Solidarität
zwischen den Generationen“ 2012 veranstaltet, ein Impulspapier zur inklusiven Quartiersentwicklung  verfasst und die Diskussion des „Masterplans Quartier NRW“ konstruktiv-kritisch begleitet. 
Eine Vielzahl von  Beteiligungsformen in Quartiersstrukturen vor Ort kennzeichnet das Engagement  der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege allein in der jüngeren Vergangenheit.

Eine der zentralsten Frage ist hierbei immer wieder die der regelhaften oder projektbezogenen Finanzierung.

Mit dem Fachforum „Finanzierung altersgerechter Quartiersarbeit“ werden Entwickelnde, Entscheidende und Praktiker*innen von altersgerechten Quartiersprojekten über Möglichkeiten  nachhaltiger Finanzierung informiert. Neben Fachvorträgen und Impulsreferaten  werden  Erkenntnisse und  Erfahrungen der Forumsteilnehmer*innen erhoben und visionäre Ansätze diskutiert. Besonderes Augenmerk wird auf die finanzielle und konzeptionelle Gestaltung von Quartieren gelegt, in denen Senioren leben. 

Die Veranstaltung wird eröffnet von Ludger Jutkeit in Vertretung von Andreas Johnsen, Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege.

Das Impulsreferat „Perspektiven einer nachhaltigen Finanzierung einer demografiefesten,
altersgerechten Quartiersgestaltung“ hält Herr Prof. Dr. Heinze von der Ruhruniversität Bochum.
Zu den Fördermöglichkeiten informieren u.a. Norbert Killewald, Vorstand der Stiftung Wohlfahrtspflege, u. Ursula Kremer-Preiß vom Kuratorium Deutsche Altershilfe.