Freie Wohlfahrtspflege fordert eine stabile, auskömmliche und nachhaltige Finanzierung der Arbeit in den Kindertageseinrichtungen

05.07.2016

Das „Gesetz zur überbrückenden Verbesserung der finanziellen Ausstattung der Kindertagesbetreuung“ (Gesetz zur Änderung des Kinderbildungsgesetzes) befindet sich gegenwärtig in der parlamentarischen  Beratung des nordrhein-westfälischen Landtages. Grundsätzlich begrüßt die Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW) die geplante Erhöhung der Dynamisierungsrate und die zusätzliche Aufstockung der Landesmittel. Diese Mittel sind erforderlich, aber bei weitem nicht ausreichend. Die aus der Unterfinanzierung resultierenden Probleme bleiben für viele Einrichtungen aktuell eine große Herausforderung. Für die neue Legislaturperiode fordert die LAG FW eine neue gesetzliche Grundlage für die Bildung, Betreuung und Erziehung in den Kindertageseinrichtungen.

Ziel eines neuen Gesetzes muss eine stabile, auskömmliche und nachhaltige Finanzierung der Arbeit in den Kindertageseinrichtungen sein. Die unter dem jetzigen Kinderbildungsgesetz entstandene Lücke in  der Finanzierung muss beseitigt werden, die entstandenen Defizite müssen ausgeglichen werden.
 
Die jetzt für die nächsten drei Jahre eingesetzten Mittel des bisherigen Betreuungsgeldes müssen auch über das Jahr 2018 hinaus für den Bereich der Kindertagesbetreuung in NRW zur Verfügung stehen. Unter Berücksichtigung zukünftiger Kostenentwicklungen, insbesondere der tariflichen Anpassung im Personalbereich, wird es nicht ausreichen, nur das Finanzierungssystem zu ändern, sondern der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Kommunen sind aufgefordert, zusätzliche Mittel zur Verfügung  zu  stellen. Nur so kann sichergestellt werden, dass eine verlässliche Finanzstruktur für die Träger von
Kindertageseinrichtungen geschaffen wird. Nur auf dieser Grundlage kann das gemeinsame Ziel erreicht werden, gute Rahmenbedingungen für die pädagogische Arbeit mit den Kindern umzusetzen.  Die aktuell veröffentlichten Ergebnisse des Ländermonitors können hier wichtige Anhaltspunkte liefern. Zusätzliche Leistungen, die von den Fachkräften erwartet werden, erfordern zukünftig eine zusätzliche Finanzierung.