Quick-Info 2/2016

für Jobcenter-Beiratsmitglieder der freien Wohlfahrtspflege und die Vorsitzenden der örtlichen Ligen

In eigener Sache

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit präsentieren wir Ihnen die aktuelle Ausgabe unseres Quick-Infos für Jobcenter-Beiratsmitglieder in 2016. Etwa monatlich informieren wir Sie über aktuelle, für eine aktive Beiratsarbeit wichtige Themen und Beispiele guter regionaler Praxis. Dabei begrenzen wir uns auf wesentliche, kurze Informationen, gegebenenfalls ergänzt um konkrete Impulse und Anregungen für eine aktive Beiratsarbeit. Rückmeldungen, die uns helfen Ihren Informationsbedarf einzuschätzen und ressourcenschonend zu agieren, würden uns freuen.

Die bisher erschienen Quick-Infos finden Sie archiviert unter:
http://freiewohlfahrtspflege-nrw.de/initiativen/newsletter-beirat-jobcenter/ausgaben/


Um die Adressatenliste der Beiratsmitglieder für Jobcenter aktuell zu halten, bitten wir Sie, uns jeden Wechsel in der Vertretung der Freien Wohlfahrtspflege in der örtlichen Beiratsarbeit mitzuteilen. Diese Rückmeldungen richten Sie bitte an Herrn Westerbarkey.
Heinrich Westerbarkey, Tel. 05251/209334, Mail: h.westerbarkey@caritas-paderborn.de

Für inhaltliche, weitergehende Fragen zu einzelnen Themen dieses Newsletters stehen Ihnen die jeweiligen Fachberater/innen Ihrer Verbände gerne zur Verfügung:

Aktuelle Fachinformationen

Arbeitsmarktdaten richtig lesen, verstehen und verwenden Über die Paritätische Akademie haben wir die Durchführung einer eintägigen Schulung „Arbeitsmarktdaten richtig lesen, verstehen und verwenden für den 19.05.2016 in Dortmund angeregt, die sich insbesondere auch an Mitglieder örtlicher Jobcenter-Beiräte, Lokalpolitiker, Konzeptschreiber bei Trägern und Jobcentern richtet für den 19.05.2016 in Dortmund angeregt.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier:
https://www.paritaetische-akademie-nrw.de/index.php?id=32&kathaupt=11&knr=1626029

Bitte informieren Sie doch auch Ihre Kolleginnen und Kollegen der anderen Wohlfahrtsverbände über diese Fortbildungsmöglichkeit.

Abberufung Beiratsmitglieder im Jobcenter Hagen

Aufgrund einer eingegangenen Beschwerde hat das BMAS die Agentur für Arbeit aufgefordert, die Berufung aller Mitglieder des örtlichen Jobcenter-Beirates in Hagen zu überprüfen. Der Vorsitzende der Trägerversammlung Hagen stellt in einem Schreiben an alle Beiratsmitglieder fest, dass im „aktuellen Beirat Mitglieder berufen (sind), die entweder von Institutionen, die Eingliederungsleistungen nach dem SGB II anbieten oder durch politische Parteien vorgeschlagen wurden. Diese können aber keine eigenen Vertreter entsenden oder vorschlagen.. Aus diesem Grund wurden die Mitglieder des Jobcenter-Beirats nicht rechtskonform berufen. Um die Rechtswidrigkeit der Berufung der Mitglieder zu heilen, wurden alle Mitglieder des Beirats durch die Trägerversammlung abberufen.

Nach unseren Recherchen handelt es sich hier nur einen „Einzelfall und nicht um eine flächendeckende Überprüfung aller Beiräte.

Eingliederungsbericht 2014

Die BA hat den gesetzlichen Auftrag, auf Bundesebene einen jährlichen Eingliederungsbericht zu verfassen. Grundlage des Berichts ist die Eingliederungsquote. Sie erfasst Personen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zum Zeitpunkt sechs Monate nach Teilnahmeende. Der Eingliederungsbericht 2014 wurde im Oktober 2015 von der Bundesagentur für Arbeit erstellt, über das Bundesministerium für Arbeit und Soziales dem Deutschen Bundestag zugeleitet und im Anschluss veröffentlicht. Der Eingliederungsbericht ergänzt die Tabellen der jährlichen Eingliederungsbilanz um einen Textteil, der Einsatz und Wirkung der Leistungen der Arbeitsförderung darstellt. Er zeigt auf, wie und für wen die Arbeitsmarktpolitik eingesetzt wurde und wie sie gewirkt hat.

Zum Bericht: http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Aktive-Arbeitsmarktpolitik/generische-Publikationen/Eingliederungsbericht-2014.pdf

Quelle: Bundesagentur für Arbeit


Impulsfragen

  1. Der Eingliederungsbericht belegt die bundesweit unterdurchschnittlichen Eingliederungschancen für Langzeitarbeitslose.
  2. Wie waren die Eingliederungschancen für Langzeitarbeitslose in 2014 in Ihrem Jobcenter?
  3. Was wurde unternommen, um die Eingliederungschancen in 2015 zu verbessern?
  4. Wie hoch war bei Ihnen die Eingliederungsquote sechs Monate nach Maßnahmeaustritt (bundesweit 22,3% - Seite 8-9)?

O-Ton-Arbeitsmarkt

Aufmerksam machen möchte wir Sie auf den Newsletter „O-Ton Arbeitsmarkt. Der Newsletter bereitet ähnlich wie der Arbeitslosenreport NRW Daten der Bundesagentur für Arbeit auf, die bei hauseigenen Veröffentlichungen eher nicht im Mittelpunkt stehen. Anders als im Arbeitslosenreport NRW werden allerdings die Daten bei O-Ton Arbeitsmarkt nicht für einzelne Regionen dargestellt.

Die Newsletter finden Sie auf der Homepage von O-Ton-Arbeitsmarkt unter folgendem Link:
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/archiv

47 "Integration Points" sind in Nordrhein-Westfalen eingerichtet

Seit Anfang Januar stehen in allen Agenturbezirken in NRW sogenannte „Integration Points zur Verfügung. Hier werden unter dem Dach der Arbeitsagentur alle Hilfen angeboten, die für eine Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern in Arbeit und Ausbildung erforderlich sind. In Anlehnung an die Jugendberufsagenturen, die Angebote der beruflichen Integration für jungen Menschen unter 25 Jahren bündeln, sollen in den „Integration Points die Kompetenzen von Arbeitsagentur, Jobcenter und Kommunalverwaltung koordiniert und Entscheidungen aus einer Hand getroffen werden, um den Weg in Beschäftigung zu beschleunigen.

In der Stellungnahme der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit (RD NRW) vom 18.11.2015 wurde die „Gemeinsame Erklärung zur flächendeckenden Einrichtung von "Integration Points" beigefügt, die die Arbeit skizzieren soll. Zur gemeinsamen Erklärung auf der Webseite des Landtags NRW: https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument?Id=MMST16/3191(ab S. 34)

Quelle: Pressemitteilung der BA 002/2016 vom 15.01.2016


Impulsfragen

  1. Gibt es einen Integration Point auch in ihrer Region, bei dem die Agentur für Arbeit gemeinsam mit dem Jobcenter agiert?
  2. Lassen Sie sich einen Bericht über die Arbeitsweise, Ausstattung, Aufgabe und Akzeptanz dieser besonderen Anlaufstelle geben?

Aktualisierte Auflage der Handreichung "Grundlagen des Asylverfahrens"

Der PARITÄTISCHE hat seine Arbeitshilfe zu den rechtlichen Grundlagen des Asylverfahrens in seiner 3. Auflage aktualisiert. Sie bietet praxisorientierte Informationen und konkrete Tipps für alle, die Flüchtlinge vor, während oder auch nach Abschluss des Asylverfahrens beraten. Der Schwerpunkt der Broschüre liegt auf der Vermittlung der verfahrensrechtlichen Grundlagen und bietet daher nur eine Einführung in ein im Einzelfall komplexes Verfahren an.

Weitere Informationen: http://www.migration.paritaet.org/start/publikationen/

Quelle: Abo jugendsozialarbeit.info<http://jugendsozialarbeit.info> Nr. 399

Handreichung „Der Zugang zur Berufsausbildung und den Leistungen der Ausbildungsförderung für junge Flüchtlinge und junge Neuzugewanderte

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat in Kooperation mit dem Münsteraner Büro für die Qualifizierung in der Flüchtlingsberatung aktuell eine empfehlenswerte Handreichung "Zugang zur Berufsausbildung und zu den Leistungen der Ausbildungsförderung für junge Flüchtlinge und junge Neuzugewanderte" herausgegeben.

Die informative Arbeitshilfe ist abrufbar unter:
http://www.jugendsozialarbeit-paritaet.de/xd/public/content/index._cGlkPTE3ODc_.html

Quelle: Der Paritätische Gesamtverband, Claudia Karstens, 15.2.2016

Beispiele guter regionaler Praxis

An dieser Stelle möchten wir Beispiele guter regionaler Praxis aus den Jobcentern oder sozialgesetzbuch-übergreifender Arbeit darstellen. Wenn Sie entsprechende Hinweise haben oder Vorhaben und Projekte benennen können, teilen Sie diese gerne den unten stehenden Redaktionsmitgliedern mit.

 

Projekt IdAAS für Flüchtlinge in Moers erste Erfolge

Ein Moerser Malerbetrieb bietet zwei Flüchtlingen die Chance auf eine Ausbildung. Die beiden 20-jährigen haben mit Erfolg am Projekt "Integration durch Arbeit, Ausbildung und Sprache" des SCI in Moers teilgenommen. Mehr dazu unter:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-moers-kamp-lintfort-neukirchen-vluyn-rheurdt-und-issum/chance-fuer-senkrechtstarter-beim-sci-moers-id11521526.html

Informationen zum Projekt unter:
https://prezi.com/h_5hrzqtxwah/projekt-idaas/

Quelle: Homepage SCI Moers, sci-moers.de/xd/public/content/index.html

Herausgeber

Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege NRW
Arbeitsausschuss Arbeit/Arbeitslosigkeit

 

Impressum

Redaktion

Ina Heythausen, Tel. 0211/6398245, Mail: i.heythausen@diakonie-rwl.de

Reiner Mathes, Tel. 02241/2014296, Mail: reiner.mathes@paritaet-nrw.org